Weisheiten/Geschichten


Nimm dir jeden Tag die Zeit,

still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.

Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt.

Buddha


   

  •  Der entspannte Bogen
  •   Die Weisheit des Universums
  •   Die 4 indianischen Gesetze der Spiritualität
  •   Die Liebe und der Wahnsinn
  •   Die Angst der Kerze
  •   Das Geheimnis der Zufriedenheit          
  •   Vater und Sohn                                                                                                 

 

 

 

 

Foto v. Unbekannt                                                                                                                                                                                                                                                           


 

Möge Heilung geschehen...

...für die Liebe, für die Erde

und für ihre Kinder, das Friede werde....

...für die Meere, für die Wälder,

für den Regen und für die Felder...

...für die Tiere, für die Pflanzen

und dass die Menschen zusammen tanzen...

...für die Traurigen und für die Kranken,

für die Gefühle und die Gedanken.

So sei es.

Segen mit dir.

 

Verfasser unbekant


 Der entspannte Bogen

Es heißt, dass der alte Apostel Johannes gern mit seinem zahmen Rebhuhn spielte.

Nun kam eines Tages ein Jäger zu ihm. Verwundert sah er, dass ein so angesehener Mann wie Johannes einfach spielte. Konnte der Apostel seine Zeit nicht mit viel Wichtigerem als mit einem Rebhuhn verbringen?

So frage er Johannes: “Warum vertust du deine Zeit mit Spielen?

Warum wendest du deine Aufmerksamkeit einem nutzlosen Tier zu?”

Verwundert blickte Johannes auf. Er konnte gar nicht verstehen, warum er nicht mit dem Rebhuhn spielen sollte.

Und so sprach er: “Weshalb ist der Bogen in deiner Hand nicht gespannt?”

Der Jäger antwortete: “Das darf nicht sein. Ein Bogen verliert seine Spannkraft, wenn er immer gespannt wäre. Er hätte dann, wenn ich einen Pfeil abschießen wollte, keine Kraft mehr. Und so würde ich natürlich das anvisierte Ziel nicht treffen können.”

Johannes sagte daraufhin: “Siehst du, so wie du deinen Bogen immer wieder entspannst, so müssen wir alle uns immer wieder entspannen und erholen. Wenn ich mich nicht entspannen würde, indem ich z.B. einfach ein wenig mit diesem – scheinbar so nutzlosen – Tier spiele, dann hätte ich bald keine Kraft mehr, all das zu tun, was notwendig ist.

Nur so kann ich meine Ziele erreichen und das tun, was wirklich wichtig ist.

Verfasser unbekannt


Die Weisheit des Universums

 

Vor langer Zeit überlegten die Götter, dass es sehr schlecht wäre, wenn die Menschen die Weisheit des Universums finden würden, bevor sie tatsächlich reif genug dafür wären.

Also entschieden die Götter, die Weisheit des Universums so lange an einem Ort zu verstecken, wo die Menschen sie solange nicht finden würden, bis sie reif genug dafür sein würden.

Einer der Götter schlug vor, die Weisheit auf dem höchsten Berg der Erde zu verstecken. Aber schnell erkannten die Götter, dass der Mensch bald alle Berge erklimmen würde und die Weisheit dort nicht sicher genug versteckt wäre.

Ein anderer schlug vor, die Weisheit an der tiefsten Stelle im Meer zu verstecken. Aber auch dort sahen die Götter die Gefahr, dass die Menschen die Weisheit zu früh finden würden.

Dann äusserte der weiseste aller Götter seinen Vorschlag: "Ich weiss, was zu tun ist. Lasst uns die Weisheit des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird dort erst dann danach suchen, wenn er reif genug dafür ist, denn er muss dazu den Weg in sein Innerstes gehen."

Die anderen Götter waren von diesem Vorschlag begeistert und so versteckten sie die Weisheit des Universums im Menschen selbst.

 

Verfasser unbekannt


 

Die 4 indianschen Gesetze der Spiritualität

Das 1. Gesetz sagt:

“Die Person die dir begegnet ist die Richtige”.  Das heißt, niemand tritt rein zufällig in unser Leben, alle Menschen, die uns umgeben, die sich mit uns austauschen, stehen für etwas, entweder um uns zu lehren oder uns in unserer Situation voranzubringen.

Das 2. Gesetz sagt:

“Das was passiert, ist das Einzige was passieren könnte”.

Nichts, aber absolut nichts von dem, was uns geschieht, hätte anders sein können.

Nicht einmal das unbedeutendste Detail.

Es gibt einfach kein: “Wenn ich das anders gemacht hätte…, dann wäre es anders gekommen…” Nein, das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte und musste passieren, damit wir unsere Lektionen lernen, um vorwärts zu kommen.

Alle, ja jede einzelne der Situationen, die uns im Leben widerfahren, sind absolut perfekt, auch wenn unser Verstand unser Ego sich widersetzen und es nicht akzeptieren wollen.

Das 3. Gesetz sagt:

“Jeder Moment in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment”.

Alles beginnt genau im richtigen Moment, nicht früher und nicht später.

Wenn wir dafür bereit sind, damit etwas Neues in unserem Leben geschieht, ist es bereits da, um zu beginnen.

Das 4. Gesetz sagt:

“Was zu Ende ist, ist zu Ende”.

So einfach ist es. Wenn etwas in unserem Leben endet, dient es unserer Entwicklung. Deshalb ist es besser loszulassen und vorwärts zu gehen, beschenkt mit den jetzt gemachten Erfahrungen.

Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass du das hier jetzt liest. Wenn dieser Text dir heute begegnet, dann deshalb, weil du die Voraussetzungen erfüllst und verstehst, dass nicht ein einziger Regentropfen irgend wo auf dieser Welt aus Versehen auf einen falschen Ort fällt.

Lass es dir gut gehen…

Liebe mit deinem ganzen Sein…

Sei glücklich ohne Ende…

Jeder Tag ist ein geschenkter, glücklicher Tag!”

Verfasser unbekannt


Die Liebe und der Wahnsinn

Es wird erzählt, dass alle Gefühle und Qualitäten des Menschen einmal ein Treffen hatten. Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn vor: “Lasst uns Verstecken spielen.”

Die Intrige hob die Augenbraue und die Neugierde fragte: “Verstecken, was ist denn das?” “Das ist ein Spiel.” sagte der Wahnsinn. “Ich schließe meine Augen und zähle von 1 bis 1.000. Inzwischen versteckt Ihr Euch. Wenn ich das Zählen beendet habe, wird der Letzte, den ich finde, meinen Platz einnehmen, um das Spiel fortzusetzen.” Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude.

Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie den letzten Schritt tat, um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst an nichts Interesse zeigte, machte mit. Aber nicht alle wollten mitmachen: Die Wahrheit bevorzugte es sich nicht zu verstecken, wozu auch? Zum Schluss würde man sie immer entdecken und der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (im Grunde ärgerte er sich nur, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit zog es vor, nichts zu riskieren. “Eins, zwei, drei,…”, der Wahnsinn begann zu zählen. Als Erstes versteckte sich die Trägheit, die sich hinter den ersten Stein fallen ließ. Der Glaube stieg zum Himmel empor und die Eifersucht versteckte sich im Schatten des Triumphes, der es aus eigener Kraft geschafft hatte, bis zur höchsten Baumkrone zu gelangen.

Die Großzügigkeit schaffte es kaum, sich selber zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie fand glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben: Ein kristallklarer See war ein wunderbares Versteck für die Schönheit. Eine dunkle Höhle, das war ein perfektes Versteck für die Angst. Der Flug eines Schmetterlings das beste Versteck für die Wollust. Ein Windstoß war großartig für die Freiheit. So versteckte sie sich letztlich selbst auf einem Sonnenstrahl. Der Egoismus dagegen fand von Anfang an einen sehr guten Ort, luftig und gemütlich, aber nur für ihn. Die Lüge versteckte sich auf dem Meeresgrund (stimmt nicht, in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen).

Die Leidenschaft und das Verlangen im Zentrum der Vulkane. Die Vergesslichkeit…, ich habe vergessen, wo sie sich versteckte, aber das ist auch nicht so wichtig. Als der Wahnsinn “999″ zählte, hatte die Liebe noch kein Versteck gefunden. Alle Plätze schienen besetzt zu sein, bis sie den Rosenstrauch entdeckte und gerührt beschloss sich in der Blüte zu verstecken. “1000″, zählte der Wahnsinn und begann zu suchen. Die Erste, die entdeckt wurde, war die Trägheit, nur drei Schritte vom ersten Stein entfernt. Danach hörte man den Glauben, der im Himmel mit Gott über Theologie diskutierte. Das Verlangen und die Leidenschaft hörte man im Vulkan Vibrieren. In einem unachtsamen Moment fand der Wahnsinn die Eifersucht und so natürlich auch den Triumph. Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen, ganz allein kam er aus seinem Versteck heraus, das sich als Bienennest entpuppt hatte.

Vom vielen Laufen bekam der Wahnsinn Durst und als er sich dem See näherte, entdeckte er die Schönheit. Mit dem Zweifel war es noch einfacher, ihn entdeckte er auf einem Zaun sitzend, weil er sich nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite er sich verstecken sollte. So fand er einen nach dem anderen, das Talent im frischen Gras und die Angst in einer dunklen Höhle. Nur die Liebe tauchte nirgendwo auf. Der Wahnsinn suchte sie überall. Auf jedem Baum, in jedem Bach dieses Planeten, auf jedem Berg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er die Rosen. Mit einem Stöckchen fing er an, die Zweige zu bewegen, bis ein Schrei ertönte. Die Dornen hatten der Liebe die Augen ausgestochen. Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gutmachen konnte. Er weinte und entschuldigte sich und er versprach ihr, für immer ihr Blindenführer zu sein. Seit dieser Zeit, seit zum ersten Mal auf Erden Verstecken gespielt wurde, ist die Liebe blind und der Wahnsinn immer ihr Begleiter.

Verfasser unbekannt


Die Angst der Kerze

Eines Tages kam ein Zündholz zur Kerze und sagte: “Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden.”

“O nein!” erschrak da die Kerze. “Nur das nicht. Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt! Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern!” Und sie begann zu weinen.

Das Zündholz fragte: “Aber willst du denn dein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne je gelebt zu haben?”

“Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften”, schluchzte die Kerze unsicher und voller Angst.

“Das ist schon wahr.” entgegnete das Zündholz. “Aber das ist doch auch das Geheimnis unserer Berufung: Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig. Zünde ich dich aber nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dafür da, das Feuer zu entfachen. Du bist die Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken. Alles, was du an Schmerz und Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht. Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weitertragen.

Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben.”

Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung: “Ich bitte dich, zünde mich an.”

Verfasser unbekannt


Das Geheimnis der Zufriedenheit

 

Es kamen ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.

 

"Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du."

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wen ich esse, dann esse ich.

 

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"

 

Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

 

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen. Während ihr aufsteht überlegt ihr wohin ihr geht und während ihr geht, fragt ihr euch, was ihr essen werdet. So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo ihr gerade seid. Im Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."


Vater und Sohn

 

Vater und Sohn waren im Gebirge unterwegs, als der Sohn plötzlich hinfiel, sich selbst verletzte

und schrie: "Aaaahhh!"  Zu seiner Überraschung hörte er irgendwo in den Bergen eine Stimme,

die ebenfalls rief: "Aaaahhh!"

Neugierig geworden, rief er: "Wer bist du?" Er erhielt die Antwort: "Wer bist du?" Verärgert über diese Antwort schrie er: "Coward!" und erhielt die Antwort: "Coward!"

Er sah zu seinem Vater hinüber und fragte: "Was passiert hier?" Der Vater lächelte und sagte: "Mein Sohn, pass mal auf!"

Und er schrie in den Berg: "Ich bewundere dich!"

Die Stimme antwortete: "Ich bewundere dich!"

Wieder schrie der Mann: "Du bist ein Held!"

Die Stimme antwortete: "Du bist ein Held!"

 

Der Junge war überrascht und verstand nichts.

 

Der Vater erklärte ihm: "Die Menschen nennen das Echo, aber in Wirklichkeit ist es das Leben. Es gibt dir alles zurück, was du sagst oder tust.

Wenn du mehr Liebe in der Welt haben möchtest, dann erschaffe mehr Liebe in deinem Herzen.

Wenn du mehr Wettbewerbsfähigkeit in deinem Team wünschst, dann erhöhe die Wettbewerbsfähigkeit.

Dieses Prinzip kannst du auf alles im Leben anwenden, in jeder Hinsicht. Das Leben wird dir alles zurückgeben, was du ihm gegeben hast.

 

DEIN LEBEN IST KEIN ZUFALL:

ES IST EIN WIEDERSCHEIN DEINER SELBST.


Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben, ich wünsche dir nur,

was die meisten nicht haben:

Ich wünsche dir Zeit, dich zu freuen und zu lachen, und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken, nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.

Ich wünsche dir Zeit, nicht zum Hasten und Rennen, sondern die Zeit zum Zufrieden sein können.

Ich wünsche dir Zeit, nicht nur so zum Vertreiben. Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben, als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen, anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schauen.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen, und Zeit um zu wachsen. das heißt, um zu reifen.

Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben. Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir, zu dir selbst zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.

Ich wünsche dir Zeit, auch zum Vergeben. Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

 

von Elli Michler